Interview mit Bijan Moini // CC-Award Longlist 2019

Foto: (C) böse

Welches Buch haben Sie als Kind am meisten geliebt? Wissen Sie noch warum?

Von den vielen Büchern, die ich als Kind geliebt habe, einfach das erste, das mir einfällt: Der Brief für den König von Tonke Dragt. Ich kann beim besten Willen nicht mehr sagen, warum, aber es hat mich einfach wahnsinnig gepackt.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Über einen Beruf – Wirtschaftsanwalt –, der mich nicht besonders glücklich gemacht hat. Inzwischen arbeite ich zwar nicht mehr in einer Kanzlei, aber das Schreiben gebe ich trotzdem nicht wieder her.

Welche Krimi-AutorInnen sind Ihre literarischen Vorbilder?

Tom Hillenbrands Drohnenland hat mir gut gefallen, Hologrammatica noch besser.

Wie sieht Ihr typischer Autorentag aus?

Ich wünschte, ich hätte einen typischen Autorentag. Im Moment findet er zwischen Familie und Job nur spontan statt, ist sehr kurz und gleicht nie dem nächsten.

Was machen Sie, wenn Sie nicht schreiben? Welche Hobbies haben Sie?

Wenn ich nicht schreibe, arbeite ich als Rechtsanwalt für die Gesellschaft für Freiheitsrechte oder beschäftige mich mit meinem Sohn. Beides sind irgendwie auch Hobbys.

Welchen Klassiker möchten Sie unbedingt einmal lesen?

Thomas Manns Zauberberg. Darf man das öffentlich sagen, dass man den noch nie gelesen hat?

Welchem Buch eines anderen Autoren hätten Sie (noch) mehr Erfolg gewünscht und warum?

Da nenne ich noch mal Hologrammatica von Tom Hillenbrand. Es hatte ja gehörigen Erfolg, aber das Buch ist so gut, dass es in zig Sprachen übersetzt und auf Netflix gehört.

Haben Sie ein Lieblingsbuch?

1984 von George Orwell hat mich sehr geprägt. Wenn ich also nur ein Buch nennen darf, dann dieses.

Welches Buch lesen Sie zur Zeit?

The Leftovers von Tom Perrotta.

Gibt es den perfekten Mord?

Bestimmt, aber nicht mehr lange.