Christoph Peters

1. Welches Buch haben Sie als Kind am meisten geliebt? Wissen Sie noch warum?

„Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner. Es erzählt von einer Gruppe sehr unterschiedlicher Schulfreunde, die immer zusammenhalten, und einen Lehrer haben, wie ich ihn auch gern gehabt hätte.

2. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich habe Geschichten geschrieben, sobald ich schreiben konnte, um mein langweiliges Leben in einem winzigen Dorf am Niederrhein zumindest in der Phantasie durch wilde Abenteuer auf der ganzen Welt zu ersetzen.

3. Welche Krimi-AutorInnen sind Ihre literarischen Vorbilder?

Janwillem van de Wetering, John le Carré

4. Wie sieht Ihr typischer Autorentag aus?

Brötchen holen, Frühstück mit Frau und Tochter, langer Parkspaziergang mit Frau und Hund, Tee-Kochen, an den Schreibtisch gehen, Emails beantworten, japanische Keramik im Internet anschauen, neuen Tee kochen, das zuletzt Geschriebene korrigieren, wieder Tee kochen, weiterkorrigieren, gegen 13.00 Uhr einkaufen, für Frau, Tochter (und deren Freundinnen) Mittagessen kochen, Mittagessen mit Frau, Tochter (und deren Freundinnen), vielleicht einen Espresso trinken, die bisherigen Korrekturen korrigieren, wieder Tee kochen, schreiben, bis der Text eine Seite weiter ist. Anschließend vielleicht eine Übungsrunde Teezeremonie an meinem Wohnzimmerteeplatz, lesen, japanische Keramik oder einen Film anschauen oder für Freunde kochen, mit ihnen zusammensitzen.

5. Was machen Sie, wenn Sie nicht schreiben? Welche Hobbies haben Sie?

Ich beschäftige mich mit japanischer Teekeramik und mit Sufismus, beides theoretisch und praktisch.

6. Welchen Klassiker möchten Sie unbedingt einmal lesen?

Laurence Sterne, „Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman“

7. Welchem Buch eines anderen Autoren hätten Sie (noch) mehr Erfolg gewünscht und warum?

Marcus Braun, „Der letzte Buddha“ – weil es poetisch und lustig, weise und spannend, hochpolitisch und völlig absurd ist.

8. Haben Sie ein Lieblingsbuch?

Zwei Bücher habe ich bisher drei Mal gelesen: Per Olov Enquist, „Gestürzter Engel“ und „L’Éducation sentimentale“ von Flaubert.

9. Welches Buch lesen Sie zur Zeit?

Fjodor M. Dostojewski „Böse Geister“ – auch zum dritten Mal, aber zum ersten Mal in der Übersetzung von Swetlana Geier.

10. Gibt es den perfekten Mord?

Ich glaube, dass es überhaupt nichts Perfektes gibt, und wenn etwas auf den ersten Blick perfekt wirkt, ist es auch falsch.